Fliesen
Fliesen sind die Nummer eins, wenn es im Bad um die Gestaltung von Fußböden und Wänden geht. Kein anderes Material ist so hygienisch und pflegeleicht und bietet eine so umfangreiche Auswahl an Farben, Mustern,Strukturen und Dekoren.
Die moderne Technik ermöglicht Oberflächen, die keramische Fliesen kaum noch von Natursteinen oder antiken Fliesen unterscheidet. Die gängigsten Formen sind quadratisch oder rechteckig mit Kantenlängen von 10 bis 60 cm,dazu gehören diverse Sonderformen wie sechs- und achteckige Platten sowie Leisten. Fliesen , deren Grundfläche kleiner als 10 x 10 cm ist, nennt man Mosaik.Die Maßangaben beziehen die Fugenbreite mit ein. Als idealer Bodenbelag gelten Steinzeugfliesen. Sie haben eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit und eine dichte Oberfläche, sind extrem hart, strapazierfähig und frostsicher. Es gibt sie glasiert und unglasiert. Steinzeugfliesen werden aus Ton, Kaolin, Quarzsand und Feldspat hergestellt und bei 1200 Grad gebrannt. Der Scherben (Fachwort für das gebrannte, keramische Material ohne Glasur) der glasierten Steinzeugfliese erhält erst mit der Glasur seine edle Oberfläche. Der Scherben unglasierter Fliesen ist durchgefärbt und mit
unterschiedlichen Oberflächen, z. B. glatt , eben, geschiefert und strukturiert, ab
geschliffen, poliert, oder mit einem rutschhemmenden Profil ausgestattet. Keramische Fliesen aus Steingut eignen sich, da sie hohe mechanische Beanspruchung nicht aushalten, nur als Wandbelag. Sie werden bei geringerer Temperatur gebrannt, der Scherben ist porös und erhält immer eine schützende Glasur. Zu den meisten Fliesenserien aus Steingut gibt es passende Bodenfliesen aus Steinzeug. Mit einem Spucktest kann man den Unterschied erkennen: Zieht Spucke auf der Fliesenrückseite sofort ein, handelt es sich um Steingut.